Mikroplastik in Kosmetik - und wie gefährlich es ist

Heute möchte ich einmal ein ernstes Thema aufgreifen. Ein Thema, das jeden von uns etwas angeht. Sowohl die "Beautyverrückten", die gefühlt die ganze Wohnung voller Kosmetik stehen haben, als auch die "Normalos", die von jedem Kosmetikprodukt nur ein bis zwei Exemplare zuhause haben. Ganz egal, welcher dieser "Gruppen" ihr angehört - Umweltschutz geht uns alle an!

In meiner Review zum Duschgel von Caudalie hatte ich es schon kurz erwähnt und euch weitergehende Infos verlinkt. Ich finde das Thema aber so wichtig, dass ich gerne auch noch einen kleinen, übersichtlichen Post dazu verfassen möchte.

Was ist Mikroplastik?

Kurz gesagt: mikroskopisch kleine Plastikteile, die leider immer wieder den Weg in Kosmetikprodukte finden. Besonders in Zahnpasta, aber auch in Peelings und Duschgels sind die kleinen Plastikkügelchen sehr beliebt. Sie werden deshalb so gerne eingesetzt, weil sie zum einen günstig sind und zum anderen die Haut bei der mechanischen Reinigung nicht verletzten. 

Was passiert mit dem Mikroplastik?

Nutzen wir ein Kosmetikprodukt, das Mikroplastik enthält, landet das Mikroplastik wohl oder übel im Abwasser. Das Abwasser kommt dann irgendwann auch in einer Kläranlage an, wo es - so haben wir das alle irgendwann mal in der Schule gelernt - gereinigt wird. ABER, und das ist das größte Problem hier, das Mikroplastik ist so winzig, dass es von den Kläranlagen nicht vollständig aus dem Wasser gefiltert werden kann. Und was passiert mit dem - theoretisch - sauberen Wasser, das noch immer Mikroplastik enthält? Na? Richtig. Es fließt in unsere Flüße, Seen und Meere. Dort wird das Mikroplastik von Fischen und anderen Lebewesen aufgenommen. Die Fische landen dann irgendwann auf unserem Teller - wir essen das Mikroplastik, das wir durch unsere Kosmetik ins Wasser spülen, also früher oder später. Lecker, nicht wahr?

Darüber hinaus ist es natürlich auch nicht gut für die Umwelt, wenn sich überall Plastik anreichert. Sei das nun Mikroplastik oder irgendwelche Plastiktüten, die in der Natur rumliegen.

Was tut man also am besten? Man verzichtet auf Produkte, die Mikroplastik enthalten. Dazu muss man beim Einkauf dann eben etwas mehr Zeit einplanen, um die Inhaltsstoffe zu checken.

Wie erkenne ich Mikroplastik?

Achtet beim Einkaufen einfach auf folgende Bezeichnungen in der INCI-Liste:
  • Polyethylen 
  • Polypropylen  
  • Polyethylenterephthalat 
  • Polyester (Polyester-1; Polyester-11) 
  • Polyamid (Nylon-12; Nylon-6; Nylon-66) 
  • Polyurethan (Polyurethan-2; Polyurethan-14; Polyurethan-35) 
  • Polyimid (Polyimid-1) 
  • Ethylen-Vinylacetat-Copolymere 
  • Acrylates Copolymer 
  • Acrylates Crosspolymer
  • Polyquaternium-7 
Von Produkten, die einen dieser Inhaltsstoffe enthalten, lässt man also am besten die Finger. Auch wenn es einem schwerfällt, weil es das wunderbar geniale Lieblingsduschgel ist. Finger weg! Die Umwelt wird es euch danken.

Wer sich nicht sicher ist, ob das Lieblingsprodukt Mikroplastik enthält, kann auch einfach mal hier in die Liste vom BUND schauen, da sind viele Produkte mit Mikroplastik gelistet.

Und wer keine Lust auf das Checken von INCI-Listen hat, der kauft einfach zertifizierte Naturkosmetik (BDIH, Natrue, etc.), denn durch die Zertifizierung ist sichergestellt, dass die Produkte kein Mikroplastik enthalten.


Wie sieht es bei euch aus? War euch die Problematik schon bekannt? Achtet ihr schon darauf, dass ihr keine Mikroplastik-Produkte mehr kauft? Werdet ihr in Zukunft drauf achten?

Ich muss ja sagen, dass ich nicht unbedingt das beste Beispiel für einen umweltbewussten Haushalt bin. Bei mir stapeln sich die Kosmetikprodukte, die natürlich - bis auf wenige Ausnahmen - alle in Plastik oder Aluminium verpackt sind, meine Kaffeemaschine ist eine Kapselmaschine, ich benutze Plastiktüten, und auch bei meiner Kosmetik finden sich Dinge, die Mikroplastik enthalten, weil ich bisher einfach nicht darauf geachtet habe.

Ehrlich gesagt bin ich also die letzte, die hier predigen sollte. Aber ich versuche mich zu bessern. Wenn wir alle nur einen kleinen Beitrag dazu leisten und auf diese Mikroplastik-Produkte verzichten, können wir zusammen schon einiges bewirken. Ich hoffe wirklich, dass die Problematik bald auch bei den Firmen ankommt, die noch Mikroplastik in ihren Produkten benutzen. Es gibt doch immer eine umweltfreundlichere Alternative, gerade bei Peelings o.ä. - wieso die Firmen nicht darauf zurückgreifen ist mir ehrlich ein Rätsel.

Kommentare:

  1. ich finde es hervorragend, dass immer mehr Blogger darauf aufmerksam machen !

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    1. Habe jetzt auch schon auf mehreren Blogs darüber gelesen und finde es auch super!
      Erstmals bin ich ja sogar durch einen TV-Bericht auf einem öffentlich-rechtlichen Sender darauf aufmerksam geworden, habe der Thematik aber leider nicht von Anfang an Aufmerksamkeit geschenkt.

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